Winteroper 2011

 

 

TERMINE   (Änderungen vorbehalten!)  
Premiere       04. November 2011     19.00 Uhr  
Dieser Termin ist nicht Bestandteil des Arrangements
Samstag 05. November 2011 19:00 Uhr  
Freitag 11. November 2011 19:00 Uhr  
Samstag 12. November 2011 19:00 Uhr  
Samstag 26. November 2011 19:00 Uhr  
 
Kammerakademie Potsdam, Neuer Kammerchor Potsdam  

Le nozze di Figaro – Die Hochzeit des Figaro

Opera buffa in vier Akten KV 492

 

Libretto von Lorenzo Da Ponte
(nach Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais’
„La folle journée ou Le mariage de Figaro“)
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart

 

Aufführungen in italienischer Sprache mit
deutschen Übertiteln

 

 

Bühne mit Schauspielern

Potsdamer Winteroper 2010 „Aschenputtel”

 

Musikalische Leitung Sergio Azzolini
Inszenierung Andreas Dresen
Bühne Mathias Fischer-Dieskau
Kostüme Sabine Greunig
Chöre Ud Joffe

Graf Almaviva Christian Senn 
Gräfin Almaviva Jutta Böhnert 
Susanna Susanne Ellen Kirchesch
Figaro Giulio Mastrototaro
Cherubino Olivia Vermeulen
Marcellina Maria Husmann
Bartolo Piotr Nowacki
Antonio Jörg Gottschick
Basilio/Don Curzio Michael Benett
Barbarina Alice Borciani
  Eine gemeinsame Produktion der Kammerakademie Potsdam
und des Hans Otto Theaters Potsdam.
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Die Potsdamer Winteroper wird gefördert durch:
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Mit freundlicher Unterstützung durch:
die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit
der Mittelbrandenburgischen Sparkasse Potsdam,
die ERFA-Gruppe der Potsdamer Hotels,
die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg
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Zum Inhalt der Oper
 
„Missverständnisse, Konflikte, Irrtümer, Intrigen ohne Zahl verflechten sich lückenlos in spannendster Folge und enthüllen sich am Ende dieses tollen Tages ebenso verblüffend wie zauberhaft zu einer vollendeten Harmonie: Alles geschieht und erfüllt sich wie im voraus und füreinander bestimmt.“ (Walter Felsenstein)

Figaro, Kammerdiener des Grafen Almaviva, und Susanna, Kammerzofe der Gräfin, wollen heiraten. In dem ihnen vom Grafen zugewiesenen Zimmer erkennt Susanna jedoch dessen Absicht, sich ihr jederzeit nähern zu können. Figaro empört dies umso mehr, weil der Graf offiziell das Feudalrecht abgeschafft hat, die Hochzeitsnacht mit den Bräuten seiner Untertanen zu verbringen. Der Graf, dessen Ehe mit Rosina zerrüttet ist, begehrt Susanna, deshalb zögert er die Hochzeit immer wieder hinaus. Als Beistand soll ihm Marcellina dienen, die ein altes Eheversprechen von Figaro eingelöst sehen will.

Figaro kündigt an, dem Grafen Paroli zu bieten und plant, den Pagen Cherubino als Frau verkleidet zu einem Stelldichein mit dem Grafen zu schicken und in flagranti von der Gräfin überführen zu lassen. Aber es kommt alles ganz anders, denn zunehmend gerät jede der Figuren in Gewissenskonflikt mit den eigenen Gefühlen. Cherubino liebt alle Frauen, besonders die Gräfin. Die vom Ehemann Betrogene genießt mit Cherubino verführerische Momente. Immer wieder stiehlt Cherubino dem Grafen die Show. Susanna erlebt in den Avancen des Grafen Augenblicke, die sie von Figaro nicht kennt. Verstellung, Versteckspiel, Verkleidung – das sind die Mittel der Intrigen, eine folgt der nächsten. Verletzungen, Enttäuschungen bleiben nicht aus.

Eine Komödie, die in ihrer Zeit politischen Zündstoff der Französischen Revolution in sich barg, eine Komödie über die Verwirrung der Gefühle, bis heute berührt – dank Mozarts genialer Musik.

 

 

Der Filmregisseur Andreas Dresen und der Maestro des Barockfagotts machen Oper
 
In der Potsdamer Winteroper 2011 führt mit Andreas Dresen einer der renommiertesten Filmregisseure Regie.
Andreas Dresen betrachtet seine Darsteller quasi mit „offener Blende“. Jede Nuance, jeder Wimpernschlag, rede Regung der Stirnfalten wird festgehalten. Diese Detailgenauigkeit, mit der er direkt in die ungeschminkten Gesichter seiner Protagonisten zoomt, macht die enorme Wirkung seiner Bilderchoreographien aus und fasziniert in seinen feinen Charakterzeichnungen. Auf diese Weise entstehen eindrucksvolle Porträts, manchmal still stehende Momente menschlicher Verhaltensweisen. Die künstlerischen und technischen Mittel der Filmregie werden nun eingetauscht gegen die besondere Unmittelbarkeit des live gespielten Musiktheaters. Ein intimes Theater vom Format des Potsdamer Schlosstheaters im Neuen Palais kommt Andreas Dresens am Film geschulter Sicht, seinem Interesse an feiner psychologischer Zeichnung dabei entgegen.

 

Andreas Dresen wird nach „Don Giovanni“ am Opernhaus Basel mit „Le nozze di Figaro“ seine zweite Oper inszenieren. Der in Potsdam lebende international preisgekrönte Filmregisseur (u.a. „Stilles Land“, „Halbe Treppe“, „Sommer vorm Balkon“, „Wolke 9“, „Whisky mit Wodka“) inszeniert auch immer wieder am Theater, u. a. am Schauspiel Leipzig und am Deutschen Theater Berlin.

 

In der künstlerischen Partnerschaft mit Sergio Azzolini baut Andreas Dresen in seiner szenischen Realisierung auch auf die unmittelbare Inspiration durch den italienischen Barockspezialisten, der von 2002 bis 2006 künstlerischer Leiter der Kammerakademie Potsdam war und bereits zahlreiche Opernproduktionen mit der Kammerakademie leitete. Er zeichnet u. a. als musikalischer Leiter von „La fida ninfa“ (Vivaldi) und „Montezuma“ (C.-H.Graun) im Rahmen der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci verantwortlich. Azzolinis Erfahrungen auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis, seine sensible Auseinandersetzung mit dem musikalischen Material, den Stimmen und Instrumenten, sind Nährboden für die gemeinsame Konzeption der Inszenierung. Besondere Impulse gibt Sergio Azzolini durch seine spezielle Herangehensweise in der musikalischen Einstudierung als Instrumentalist.


Die künstlerische Zusammenarbeit von Sergio Azzolini und Andreas Dresen, die auch gemeinsam die Auswahl des Sängerensembles verantworten, verspricht einen Opernabend, der sich sehen und hören lassen kann.