
Auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens, im Umfeld der „Zauberflöte”, des Klarinettenkonzertes und des Requiems, komponierte Mozart noch einmal eine Opera seria als Auftragswerk für die Krönung Leopolds II. zum König von Böhmen. Er wählte dafür das Sujet von der legendären Milde des römischen Kaisers Titus, der als Zerstörer des Tempels von Jerusalem in die Geschichte einging. Mozart führt vor, was Milde bedeutet, wenn sie ein Mann der Macht walten lässt. Titus muss als erster Diener seines Staates auf privates Glück verzichten. Da ihm die geliebte Frau versagt wird, versucht er mit den Mitteln der Macht seine Freunde näher an sich zu binden. Ihr Vertrauen gewinnt er dabei nicht. Annio tendiert zum Opportunisten, und Sesto, blind vor Verlangen nach Vitellia, der machthungrigen Gegenspielerin Titus’, folgt ihrem Auftrag, Rom anzuzünden und Titus zu ermorden. Das Attentat misslingt und Titus’ Milde steht erneut auf dem Prüfstand. Er muss über Sesto richten – als verratener Freund und als Politiker.
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Dass alle Frauen untreu seien, auf dieser Hypothese beharrt der alte Philosoph Don Alfonso und stößt
auf erbitterten Widerspruch seitens zweier verliebter junger Männer – der Offiziere Ferrando und Guglielmo. Sie lassen sich mit ihm auf eine Wette ein und schwören auf die ewige Treue ihrer Verlobten Dorabella und Fiordiligi. Don Alfonso stellt die Regeln auf und spannt Despina, die Haushälterin der jungen Frauen, in sein Ränkespiel ein. Er verlangt von den beiden Männern, sich zu verkleiden und über Kreuz die Geliebte des jeweils anderen zu verführen. Aus dem harmlosen Spaß wird bald ein wahnwitziges Spiel mit den Gefühlen der jungen Liebenden und Don Alfonso ist jedes Mittel recht, um seine Wette zu gewinnen und zu beweisen, was zu beweisen war: „Così fan tutte” – So machen’s alle Frauen.
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