
Über Jahrhunderte hinweg war Venedig eines der bedeutendsten Zentren der Oper und um 1800 entwickelte sich die „Farsa” als eine Sonderform der Opera buffa. Die verworrene Liebeskomödie greift das klassische Thema der heimlichen Ehe auf, bei der einmal die Magd ihren Herrn oder wie in der „Seidene Leiter” das Mündel seinen Vormund an der Nase herumführt. Diese Farsa lebt vom absurden Beziehungsgeflecht zweier Frauen mit drei Männern und die seidene Leiter ist das wichtige Requisit, das dem Ehemann dazu dient, heimlich ins Schlafgemach seiner Frau zu gelangen. Die daraus entstehenden Missverständnisse, heimlichen Rendezvous und Versteckspiele-reien sind Theaterspaß auf der ganzen Linie. Diese und andere Absurditäten versteht Rossini mit dem ständig vorwärtstreibenden rhythmischen und melodischen Charakter seiner Musik und der faszinierenden Technik der Sprachzersetzung zu entlarven. Das zumeist groteske Gebaren der handelnden Personen wird der Lächerlichkeit preisgegeben und das Publikum kann sich - damals wie heute - prächtig amüsieren.
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Durch dringliche Briefe herbeigerufen, findet sich William im Hause seines schwer erkrankten Jugendfreunds Roderick Usher ein. Er trifft den Freund in äußerst depressiver Verfassung an und erfährt von der Geschichte des aussterbenden Geschlechts der Ushers. Als Rodericks Zwillingsschwester Madeline plötzlich verstirbt, wird sie in der Familiengruft beigesetzt. Aber etwas erscheint dem Gast seltsam. Nach und nach kann William die einzelnen Beobachtungen zu einem schrecklichen Ganzen zusammenfügen: Roderick muss seine Schwester lebendig begraben haben!
Der 1937 in Baltimore geborene Philip Glass gehört mit Steve Reich und Michael Nyman zu den populärsten Vertretern der sogenannten Minimal Music. Diese Musikrichtung wird aufgrund ihrer Breitenwirkung auch oft als Filmmusik eingesetzt. Die 1988 uraufgeführte Oper „The Fall of the House of Usher“ von Philip Glass ist neben Claude Debussys gleichnamigem Fragment die einzige Bearbeitung der berühmten Novelle von Edgar Allan Poe für die Opernbühne, die ansonsten besonders als Verfilmung (1960 von Roger Corman mit Vincent Price) bekannt wurde. Die Hauptpartien sind mit Tenor, Bariton und Sopran besetzt. Glass verwendet neben Gitarre, speziellem Schlagwerk und Synthesizer die Instrumente eines Kammerorchesters.
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