
Für den Besuch der Kaiserin Maria Theresia scheute Fürst NikolausI. von Esterházy keine Mühen. Zwei Opern wurden gegeben, den Auftakt bildete die Opera buffa „L'infedeltà delusa“ mit einem anschließenden Maskenball im Schloss. Die Kaiserin war hingerissen von der Qualität des Musiktheaters am Hof der Esterházy. Kein Wunder, hatte der Fürst mit Joseph Haydn einen der berühmtesten Komponisten Europas in seinen Diensten.Die Lage von Schloss Esterhazá abseits der großen Musikzentren verhinderte den großen Erfolg Haydns als Opernkomponisten. Dass er aber durchaus auf der Höhe der Zeit und mit allen Strömungen vertraut war, belegt sein quirliger Zweiakter „L'infedeltà delusa“.
Das Libretto der burlesken Oper entspringt der Phantasie des Florentiners Marco Coltellini, der auch Mozarts „La finta semplice“ verfasst hatte. Es ist durchgängig im Florentiner Dialekt geschrieben, denn die Oper, die keine ruhige Minute aufkommen lässt, handelt ausschließlich im Milieu der Bauern und Bäuerinnen.
Haydn erweist sich dabei „als Meister musikalischen Humors, (und) als weitblickend disponierender Gestalter der verschiedenen musikalischen Charaktere“.
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Durch dringliche Briefe herbeigerufen, findet sich William im Hause seines schwer erkrankten Jugendfreunds Roderick Usher ein. Er trifft den Freund in äußerst depressiver Verfassung an und erfährt von der Geschichte des aussterbenden Geschlechts der Ushers. Als Rodericks Zwillingsschwester Madeline plötzlich verstirbt, wird sie in der Familiengruft beigesetzt. Aber etwas erscheint dem Gast seltsam. Nach und nach kann William die einzelnen Beobachtungen zu einem schrecklichen Ganzen zusammenfügen: Roderick muss seine Schwester lebendig begraben haben!
Der 1937 in Baltimore geborene Philip Glass gehört mit Steve Reich und Michael Nyman zu den populärsten Vertretern der sogenannten Minimal Music. Diese Musikrichtung wird aufgrund ihrer Breitenwirkung auch oft als Filmmusik eingesetzt. Die 1988 uraufgeführte Oper „The Fall of the House of Usher“ von Philip Glass ist neben Claude Debussys gleichnamigem Fragment die einzige Bearbeitung der berühmten Novelle von Edgar Allan Poe für die Opernbühne, die ansonsten besonders als Verfilmung (1960 von Roger Corman mit Vincent Price) bekannt wurde. Die Hauptpartien sind mit Tenor, Bariton und Sopran besetzt. Glass verwendet neben Gitarre, speziellem Schlagwerk und Synthesizer die Instrumente eines Kammerorchesters.
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