200520062007200820092010Winteroper 2011
Kammerakademie Winteroper 2010  
  
 


Dramma giocoso in zwei Akten von Gioacchino Rossini Libretto von Jacopo Ferretti (Rom 1817)
Aufführungen in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln, Spieldauer: ca. 3 Stunden, eine Pause

     
 


Potsdamer Winteroper 2007: Rossini „La scala di seta”



Logo Hans Otto Theater

Musikalische Leitung: Claus Efland
Regie: Nico Rabenald
Bühne/Kostüme: Heike Scheele und Nora Johanna Gromer

Alidoro: Taras Konoshchenko
Angelina: Olivia Vermeulen
Dandini: Giulio Mastrototaro
Don Magnifico: Horst Lamnek
Don Ramiro: Leif Aruhn-Solén
Clorinda: Evmorfia Metaxaki
Tisbe: Inga Lampert

Neuer Kammerchor Potsdam
Orchester: Kammerakademie Potsdam


Eine Koproduktion der Kammerakademie Potsdam und des Hans Otto Theaters mit dem Brandenburger Theater

 
     
 


Rossinis „Aschenputtel“ basiert auf der französischen Märchenversion von Charles Perrault der wiederum auf das „Pentamerone“, eine italienische Märchensammlung zurückgegriffen hatte. Auch in der Opernversion bekommt ein einfaches Mädchen die Chance, an einer fürstlichen Brautwahl teilzunehmen. Angelina lebt im Hause ihres Stiefvaters Don Magnifico und ihrer beiden Stiefschwestern als Dienstmagd und wird von allen nur das Aschenputtel (Cenerentola) genannt. Alidoro, Philosoph und Erzieher des Fürsten Ramiro, will in Erfahrung bringen, wer sich zur künftigen Braut des Fürsten eignet. In der Verkleidung eines Bettlers erkennt er Angelinas gutes Herz und schickt Ramiro auf Brautschau in das Haus Magnificos. Um eine rechtschaffene Frau zu finden, die nicht nur auf Reichtum und Titel aus ist, tauscht Fürst Ramiro mit seinem Diener Dandini die Rollen. So kommt es, dass sich Angelina und der vermeintliche Diener auf den ersten Blick ineinander verlieben ... Angelina zeigt jedoch auch im happy end als Fürstin Angelina wahre Tugend und verzeiht Stiefvater und Stiefschwestern trotz aller erlittenen Demütigungen.

Rossinis große Kunst der musikalischen Komödie übertraf mit „La Cenerentola“ an Beliebtheit im 19. Jahrhundert sogar seinen „Barbier von Sevilla“. Auch hier fehlen weder brillante Belcanto Arien, noch kunstvoll arrangierte Ensembles, weder erfrischende Chorszenen noch eine dramatische Gewitter-Musik. Zugleich gelingt ihm mit einer einzigen schlichten Melodie für Angelina, ihrem Lied „Es war einmal ein König…“, die Komödie immer wieder zu durchbrechen und die menschliche Seele zu berühren.